FAQ für Auszubildende LÜ


Liebe Kolleginnen und Kollegen in Ausbildung,

die nachstehenden FAQs sollen Euch eine Hilfe in der neuen Materie Beamten- und Besoldungsrecht sowie rund um die Ausbildung sein.

Diese Aufzählungen sind keinesfalls als erschöpfend zu betrachten, sie müssen laufend aktualisiert und erweitert werden. Hier sind wir auf Eure Mithilfe angewiesen, bitte wendet Euch vetrauensvoll an Eure Ansprechpartner Miriam, Bernd und Wigand. Ihr findet bei ihnen stets ein offenes Ohr.

Diese FAQs wurden mit größter Sorgfalt erstellt, dennoch entbinden sie in keinem Fall von der persönlichen Verpflichtung zur Beachtung der gesetzlichen Vorgaben. Der Verband der Lebensmittelkontrolleure Bayerns e.V. (VLK) übernimmt daher keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben sowie für eventuelle Druckfehler. Aus etwaigen Folgen können deswegen keine Ansprüche gegen den VLK geltend gemacht werden.

Bitte wendet Euch in speziellen Fällen oder für eine persönliche Beratung immer an unsere Ansprechpartner oder aber an die für Euch zuständige Personalstelle.

Unser Verband wünscht Euch alles Gute für die Zeit der Ausbildung und viel Erfolg für die Prüfung.

"Es geht nur gemeinsam!"

Michael Förtsch
Landesvorsitzender

1. Wie ermittelt man das Besoldungsdienstalter und somit die Eingruppierung in die Besoldungstabelle?

Antwort:
Ermittlung Besoldungsdienstalter (BDA)
Das BDA wurde durch das neue Dienstrecht abgeschafft. Künftig gilt als allgemeiner Dienstzeitbeginn grundsätzlich der Zeitpunkt der Einstellung in das Beamtenverhältnis auf Probe. Auf den allgemeinen Dienstzeitbeginn können bestimmte Zeiten angerechnet werden, z. B. Wehr-/Zivildienst, so dass er nach vorne verlegt werden kann. Außerdem ist u. U. auf Antrag die Anrechnung förderlicher Zeiten denkbar. Zuständig für Berechnung ist das Landesamt für Finanzen.

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.lff.bayern.de/.


2. Wie lange ist man Beamter auf Probe und kann man die Probezeit verkürzen?

Antwort:
Nach altem Dienstrecht im mittleren Dienst 2 1/2 Jahre, nach neuem Dienstrecht in allen Qualifikationsebenen 2 Jahre. Durch die Personalstelle wird eine Vergleichsberechnung erstellt. Die günstigere Regelung wird hinsichtlich der Probezeitdauer angewandt. Eine Verkürzung bei überdurchschnittlichem Prüfungsergebnisist möglich. Außerdem können evtl. bestimmte Vordienstzeiten angerechnet werden. Das wird von der Personalstelle geprüft.

§ 40 Laufbahnverordnung
(1) Die Probezeit dauert zwei Jahre.
(2) 1 Die oberste Dienstbehörde kann mit Zustimmung des Landespersonalausschusses bei erheblich über dem Durchschnitt liegenden Leistungen die Probezeit bis auf ein Jahr und sechs Monate kürzen. 2 Der Zustimmung des Landespersonalausschusses bedarf es nicht, wenn in der Laufbahnprüfung eine Platzziffer erreicht wurde, die im ersten Fünftel der Zahl der Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer liegt; dabei darf die Gesamtnote ,,befriedigend" nicht unterschritten werden.
Die oberste Dienstbehörde soll Zeiten einer Tätigkeit im öffentlichen Dienst, die beim Erwerb der Laufbahnbefähigung noch nicht berücksichtigt worden sind und die nach Art und Bedeutung mindestens der Tätigkeit in einem Amt der betreffenden Laufbahn entsprechen, im Umfang von höchstens einem Jahr auf die Probezeit anrechnen. In jedem Fall ist mindestens eine Probezeit von sechs Monaten abzuleisten.

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.besoldung-bayern.de


3. Muss für die Verkürzung der Probezeit ein schriftlicher Antrag gestellt werden und wenn ja wo?

Antwort:
Ja, kann aber von Behörde zu Behörde abweichend sein. Hier ist die jeweilige Personalstelle der Ansprechpartner.


4. Muss für die Verbeamtung auf Probe ein Antrag gestellt werden?

Antwort:
Ja, der Formblattantrag hierfür wird meist durch die Personalstelle rechtzeitig vor Ausbildungsende zugesandt. Wenn nicht sollte in der Personalstelle nachgefragt werden.


5. Was bedeutet die Platzziffer (Ergebnis der Qualifikationsprüfung) für meinen weiteren beruflichen Werdegang?

Antwort:
Bei der Qualifikationsprüfung wird die Prüfungsrangfolge durch Vergabe von Platzziffern festgelegt.

Die Mindestwartezeiten für die Beförderung von A7 nach A8 verringern sich bei einer Platzziffer in der Qualifikationsprüfung im 1. Fünftel um 8 Monate 2. Fünftel um 6 Monate 3. Fünftel um 4 Monate, im 4. Fünftel um 2 Monate

Ob eine Probezeitverkürzung in Betracht kommt, hängt auch von den praktischen Leistungen während der Probezeit ab. Bezüglich Beförderungen gelten ansonsten die veröffentlichten Beförderungsrichtlinien des StMI.

Weitere Informationen zur Frage auf http://jportal.bybn.de


6. Nach welchen Kriterien richtet sich die periodische Beurteilung und wie lange sind die entsprechenden Mindestwartezeiten in die nächst höhere Besoldungsgruppierung?

Antwort:
In der periodischen Beurteilung werden Eignung, Befähigung und fachliche Leistung in insgesamt 15 Einzelmerkmalen bewertet. (Beförderungsrichtlinien Bayern)

Weitere Informationen zur Frage auf http://jportal.bybn.de


7. Warum erfolgt bei einigen Kollegen die Übernahme in das Beamtenverhältnis schon nach 1,5 Jahren und bei anderen nach 2 Jahren?

Antwort:
Die Dauer der Ausbildung ist abhängig von Vorbeschäftigungszeiten. Ob Zeiten als eine Ausbildungsverkürzung gewertet werden können, wird durch eine individuelle Prüfung durch die Personalstelle vorgenommen. Pauschale Aussagen hierzu sind nicht möglich.


8. Welche Posten kommen auf meiner Bezügemitteilung als Beamter auf Probe noch vor.

Antwort:
1. Allgemeine Stellenzulage 17.38 €
2. Meisterzulage 38,35 €
3. Pauschale Aufwandentschädigung Kleidergeld 7,67 €

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.lff.bayern.de


9. Erfahrungswerte über private Krankenkasse

Empfehlenswert ist es, bereits zu Beginn der Ausbildung eine Anwartschaftsversicherung abzuschließen. Damit wird man dann ohne Gesundheitsprüfung in die Private Krankenversicherung übernommen.

Kooperationspartner des Landesverbandes ist die AXA- DBV Versicherung.


10. Was ist die Zwischenbeurteilung nach dem neuen Dienstrecht?

Antwort:
Nach Art. 55 Leistungslaufbahngesetz sollte nach der Hälfe der regelmäßigen Probezeit eine Einschätzung über die Befähigung und fachliche Leistung des Beamten auf Probe vorgenommen werden.

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.dienstrecht.bayern.de


11. Wann wird Trennungsgeld (Tagegeld) gewährt, wie hoch ist es und wo ist es zu beantragen.

12. Was versteht man unter Beihilfe wer hat ein Anrecht darauf und wie hoch ist die Beihilfe

Antwort zu 11 und 12:
Ausführliche Antworten und entsprechende Formulare sind unter http://www.lff.bayern.de/ zu finden. Die Personalstelle und die zuständige Beihilfestelle geben hier Auskunft.

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.lff.bayern.de/


13. Wie ist das Berichtsheft zu führen?

Antwort:
Nach den Ausbildungsrichtlinien (AR/ÜV) Nr. 8 ist der Beschäftigungsnachweis für die Dauer der Ausbildung fortlaufend zu führen und monatlich vom Ausbildungsleiter abzuzeichnen. Ein entsprechendes Formblatt ist in Anlage 2 der AR/ÜV zu finden.

Weitere Informationen zur Frage auf http://jportal.bybn.de


14. Wie lange dauert das Praktikum an einer anderen Behörde?

Antwort:
Nach den Ausbildungsrichtlinien (AR/ÜV) Nr. 3 sollen die Angestellten 4 Wochen an einer anderen Kreisverwaltungsbehörde verbringen.

Weitere Informationen zur Frage auf http://jportal.bybn.de


15. Wie lange dauert das Praktikum in einem Lebensmittelbetrieb?

Antwort:
Nach den Ausbildungsrichtlinien (AR/ÜV) Nr. 3 ist ein einmonatiges Praktikum in einem Lebensmittelbetrieb außerhalb des Gebiets des jeweiligen Ausbildungslandratsamtes abzuleisten. Dieser Betrieb muss einer anderen Lebensmittelbranche angehören, als der in der die Berufsausbildung absolviert wurde.
Von einigen KollegInnen wurde diese Praktikum auch in zwei Betrieben mit jeweils zwei Wochen abgeleistet.

Weitere Informationen zur Frage auf http://jportal.bybn.de


16. Wie läuft die Organisation des Praktikums ab?

Antwort:
Hierbei sind Euch die KollegInnen der Ausbildungsbehörde sowie der Bezirksregierungen gerne behilflich.


17. Nach welchen Zeiträumen sind während der Ausbildung Befähigungsberichte durch die Beschäftigungslandratsämter zu erstellen?

Antwort:
Nach den Ausbildungsrichtlinien (AR/ÜV) Nr. 9 werden nach dem 1. Abschnitt, nach der Hälfte und am Ende von Abschnitt 4, sowie am Ende der Ausbildung zusammenfassende Befähigungsberichte entsprechend der Anlage 3 AR/ÜV erstellt.

Weitere Informationen zur Frage auf http://jportal.bybn.de


18. Was bedeutet die Beantragung eines Gewährleistungsbescheides und wo muss dieser beantragt werden?

Antwort:
Nach § 5 Abs. 1 Satz 3 des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VI) kann ein Gewährleistungsbescheid bei der zuständigen Personalstelle beantragt werden. Das bedeutet, dass für die Dauer der Ausbildung und Probezeit keine Abgaben an die gesetzliche Rentenversicherung geleistet werden müssen (Freistellung).

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.gesetze-im-internet.de


19. Was ist die FachV-TechnÜV?

Antwort:
In der „Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt technischer Überwachungsdienst zum Schutz der Verbraucher in der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik" ist alles über die Zulassung und Ausbildung, sowie über die Qualifikationsprüfung zum Lebensmittelkontrolleur (technischer Überwachungsdienst
zum Schutz der Verbraucher in der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik) geregelt.
Diese Verordnung ist die ehemalige ZAPO/ÜV.

Weitere Informationen zur Frage auf http://www.gesetze-bayern.de


20. Was versteht man unter Familienzuschlag bei der Beamtenbesoldung?

Der Familienzuschlag ist eine Erhöhung des Grundgehaltes abhängig vom Familienstand und Anzahl der Kinder. Aktuelle Beträge sind hier http://www.lff.bayern.de/bezuege/besoldung/index.aspx zu finden.


21. Wann ist ein Dienstreiseantrag zu stellen?

Antwort:
In der Regel wird im Zuständigkeitsbereich der Kreisverwaltungsbehörde eine generelle Dienstreisegenehmigung erteilt. Hier ist ein formloser Antrag über die Personalstelle einzureichen. Für Dienstreisen außerhalb des Zuständigkeitsbereiches sind gesonderte Dienstreisegenehmigungen einzuholen. Sinnvoll bei Beantragung der generellen Dienstreisegenehmigung ist es, die Fahrten zum LGL mit einzubeziehen.

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